Dropbox Alternative Seafile auf Uberspace installieren [Update]

Es hat sich viel geändert bei Seafile seit meinem letzten Artikel darüber.

Mittlerweile gibt es von SeafileDE ein Installer-Skript auf Github, mit dem Seafile sehr einfach und schnell auf einem Uberspace (Centos 6.x only, aber mit https und MariaDB/MySQL) installiert werden kann. Dieses Skript ist zwar noch in der Entwicklung, lief bei meinen Tests aber ohne Fehler durch und installierte mir ein funktionierendes Seafile. Selbst um die richtigen Ports (das ist laut Entwickler aber leider manchmal noch ein Problem) und das Anlegen von einem Admin-Account kümmert es sich.

Hier eine kurze Anleitung für die Community Edition. Ein Hinweis noch vor dem Beginn, das Skript legt stan­dard­mä­ßig eine .htaccess in ~/html an und überschreibt eine ggf. vorhandene. Also wenn dort schon ein .htaccess vorhanden ist, von dieser vorher ein Backup machen. Ansonsten kann der Installer direkt im Home-Verzeichnis heruntergeladen und gestartet werden, er legt sowieso ein Unterverzeichnis für Seafile unter ~/seafile an:

wget --no-check-certificate https://raw.githubusercontent.com/SeafileDE/seafile-server-installer/master/community-edition/seafile-ce_uberspace
bash seafile-ce_uberspace

Das Skript startet Seafile/Seahub gleich und ist dann auch sofort einsatzbereit und erreichbar, allerdings unter der Hauptdomain des Accounts: https://user$.server$.uberspace.de.

Damit Seafile nach der Installation unter einer anderen Domain oder eine Subdomain läuft, braucht es noch ein paar Handgriffe (mehr zum Thema (Sub)Domains bei Uberspace steht bei denen im Wiki). Im Grunde muss vor allem die .htaccess-Datei aus ~/html in den Ordner der (Sub)Domain verschoben und dann dort die erste RewriteRule gemäß der neuen URL angepasst werden:

RewriteRule ^(.*)$ https://(sub.)domain.tld/$1 [L,R=301]

Anschließend muss die URL auch noch in zwei Dateien von Seafile verändert werden, nämlich in ~/seafile/seahub_settings.py

SITE_BASE = 'https://(sub.)domain.tld'
FILE_SERVER_ROOT = 'https://(sub.)domain.tld/seafhttp'

und in ~/ccnet/ccnet.conf

SERVICE_URL = https://(sub.)domain.tld

Nun muss natürlich noch für ein Zertifikat für SSL gesorgt werden.

Um Seafile und Seahub später manuell starten und stoppen zu können, z.B. für ein Update/Upgrade, sollte ihr euch den entsprechenden Port für Seahub merken. Dieser steht aber auch in seafile-ce_uberspace.log. Seahub muss immer mit diesem Port gestartet werden. Dazu ins Verszeichnis ~/seafile/seafile-server-latest wechseln und dann jeweils Seafile und Seahub starten oder stoppen:

./seafile.sh {start|stop|restart}
./seahub.sh {start|stop|restart} port$

Nach der Installation kann Seafile noch weiter über die Datei seahub_settings.py angepasst werden. Dazu mehr im Server Manual.

[Update]

Noch ein Tipp vom Entwickler des Installer-Skripts selbst: Bei der Installation wurde ein Skript angelegt, mit dem Seafile und Seahub noch einfacher (ohne Port-Angabe) gestartet und gestoppt werden kann:

seafile {start|stop|restart}

Danke Alexander für diesen und andere Hinweis!

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